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Wie wird ein Krankenhausaufenthalt aus der Perspektive eines liegenden Patienten erlebt? Studierende der Hochschule Mainz haben sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und festgestellt, dass die Deckenbereiche zu den architektonisch vernachlässigten Bereichen gehören, obwohl sie stets im Wahrnehmungsfeld der liegenden Gäste eines Krankenhauses präsent sind. So gab ein 200 Meter langer Verbindungs- gang zwischen der Mainzer Kinderchirurgie und dessen OP-Saal den Anlass, die atmosphärischen Bedingungen für den Transport der Kinder zu verbessern. Die harte Lichtführung, offene Kabeltrassen, Geräuschentwicklung und Kühle des funktionalen Tunnels sollten durch ein Raumkonzept ersetzt werden, dass die ohnehin stress- intensive Situation vor einer Operation auffängt und in ein beruhigendes Erlebnis verwandelt. Eine Projektion eines Papierfliegers begleitet die jungen Patienten auf ihrer Fahrt durch den Tunnel und gleitet über die dynamische Oberfläche einer modularen Wolkendecke. Die Intensität von Bewegung und Lichtinszenierung nimmt während der Fahrt ab, sodass aus einem angespannten Zustand ein Moment der Entspannung, Behaglichkeit und Sicherheit werden kann. Mit dem Projekt „Tunnelflieger“ widmen sich die Studierenden des Studiengangs „Kommunikation im Raum“ der Perspektive der Patienten und formulieren damit eine oft missachtete Gestaltungsaufgabe neu. Überdies wird nicht nur eine visuelle Lösung vorgeschlagen, sondern ein atmosphärisches Konzept entworfen, das alle Sinneswahrnehmungen berücksichtigt und anspricht.
Hochschule Mainz, Studiengang Kommunikation im Raum, betreut von Prof. Bernd Benninghof, Prof. Markus Pretnar, Dipl. Ing. Matthias Ewald, Benjamin Knichel, B.A., Prof. Holger Reckter, in Kooperation mit der Leitung der Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz und Sterntaler e.V.
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